Deathstars
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Biographie

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Aus der Asche der ehemals ziemlich heftigen Knüppelbands Dissection und Swordmaster entwickelt sich Anfang des neuen Jahrtausends die Band Deathstars. Doch anstatt weiterhin dem Death Metal zu frönen, verlegen sie sich lieber auf Musik in der Schnittmenge von Pain, The Kovenant, Rammstein und einem leichten Gothic-Einschlag.

Letzterem zollt vor allem Sänger Andres 'Whiplasher' Bergh Tribut, der stellenweise doch arg gezwungen durchs Micro knödelt, sich aber mit seinem Kollegen eine Vorliebe für witzige Pseudonyme teilt. An den Gitarren stehen Beast X Electric (eigentlich Eric Halvorsen) und Nightmare Industries (Emil Nödtveidt), wobei letzterer auch für die Bassspuren und die Computersounds verantwortlich ist. Bone W Machine (Ole Öhman) an den Drums komplettiert das Line-Up, und mit jeder Menge Latex, einem guten Lidschatten und furchtbar bösen Kontaktlinsen ist man bereit, der bösen und dekadenten westlichen Kultur den Spiegel vorzuhalten.
In ihrem Heimatland Schweden sind die Deathstars relativ erfolgreich und etablierten sich auch schon in den TV-Charts. Wie das im Rest Europas aussieht, muss sich erst noch zeigen, wenn "Synthetic Generation" am 10.11. in die Läden kommt. Für die Live-Aktivitäten verstärken sie sich mit Jonas 'Skinny' Kangur am Bass und Mabe an den Keyboards. Ihre erste Europatour absolvieren sie mit Paradise Lost, was vielleicht gar nicht so schlecht ist, da diese live von fast jeder Schülercombo an die Wand gespielt werden können.

Eigentlich wollen sie sich im Juni 2004 schon an die Vorbereitungen zum nächsten Album machen, doch als sie vom Wave Gotik-Treffen zurück kommen, wird ihnen Equipment im Wert von 15.000 Dollar aus dem Tourbus geklaut. Somit legen sie die Pläne erst mal wieder auf Eis. Es dauert also erst mal bis Anfang 2005, ehe die Aufnahmen losgehen können. Derweil spielen Nightmare Industries und Skinny auch noch das neue Dissection-Album mit ein, und im August fliegt auch noch Beast X aus der Band.

Ende Januar 2006 steht "Termination Bliss" in den Regalen und rockt wieder ordentlich los.


 
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~~~~~~~~~~~~~~~~~DEATHSTARS~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Deathstars konnten in ihrer Heimt Schweden mit ihrem modernen Industrial Metal und dem Debut Album "Synthetic Generation" bereits erstaunliche Erfolge erzielen. Das Album erschien beim Majo Label LED Recordings (u.a. Hellacopters) und ihre Video Clips liefen auf Heavy Rotation. Besonders erstaunlich ist, dass diese Newcomer Band gar nicht so "new" ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Hervorgegangen sind die Deathstars aus der Death Metal Band Swordmaster und Drummer Bone W. Machine (Ole Öhman) spielte zuvor bei Dissection. Die nächste Überraschung: Gitarrist Nightmare Industries alias Emil Nödtveidt, der mir zum Interview zur Verfügung steht ist der kleine Bruder von Jon von Dissection.

Kaum zu glauben dass eine Death Metal Band plötzlich ein so erstaunliches Industrial Album herausbringt. - "Es war eine ziemlich natürliche Entwickelung. Wir sind mit Swordmaster an einen Punkt gekommen,an dem wir etwas anderes ausprobieren wollten. Wir hatten das Gefühl, dass wir als Musiker gewachsen waren und uns mit Swordmaster nicht mehr von der Stelle bewegten. Wir dachten daran unseren Sound zu verändern und elektronische Elemente einzubringen. Aber nach einer Weile, nachdem wir einige Songs ausprobiert hatte, merkten wir, dass es besser ist den Stil völlig zu ändern und auch den Namen. Wir wollten die alten Fans nicht enttäuschen und etwas tun, dem die Leute nicht zustimmen würden. Wenn man eine Fanbasis hat, dann machen sich diese Leute Gedanken wie das nächste Album klingen wird. Also entschlossen wir uns einen totalen Wechsel vorzunehmen. Ich kaufte mir einen Synthesizer und begann Songs darauf zu schreiben. Unser Sänger Whiplasher und ich saßen zu Hause und probierten neues elektronisches Zeug aus und packten Gitarren darüber." Obwohl die Songs auf "Synthetic Generation" rein vom musikalischen Standpunkt her gesehen nichts mit Death- oder Black Metal zu tun haben, sind sie trotzdem noch sehr düster und aggressiv. Irgendwie hat sich die band ihre alte Attitude also doch bewahrt. - "Natürlich" Wir wollten neue Musik machen, aber mit den gleichen Einflüssen vom Underground, die wir auch vorher hatten. Und wir mögen wirklich düstere, böse Musik! Wir wollen immer diese Art "Horror" Sound in unseren Songs drin haben, so dass es manchmal unheimlich klingt und man richtig hartes Zeug darüber packen kann." Rein musikalisch gesehen, lassen sich Deathstars noch am ehesten mit The Kovenant vergleichen, doch die musikalischen Einflüsse der Band gehen noch viel weiter. - "Wir mögen The Kovenant sehr! Besonders das "Animatronic" Album. Es ist ein großartiges Album. Wir mögen auch Rammstein und Marilyn Manson. Diese Bands haben uns beeinflusst, was unseren neuen Stil angeht. Sisters Of Mercy, Ministry, NIN usw. gehören allerdings auch zu den Einflüssen der Band. Wir haben sehr vielfältige Einflüsse. Wie ich vorher schon sagte auch die "dunklen" Einflüsse vom Death Metal Underground. Die vier Mitglieder der Band haben vier verschiedene Musikgeschmäcker und bevorzugen verschiedene Stile und wir versuchen soviel wie möglich aus allen Richtungen aufzunehmen und trotzdem ein kompaktes Album aufzunehmen, welches in einem einheitlichen Stil gehalten ist. Für mich ist es leichter nachzuvollziehen woher die ganzen Einflüsse kommen, aber es ist schwer jemand anderem das zu erklären ...die gesamte Musik, die man in seiner Vergangenheit gehört hat, ist im Unterbewusstsein und beeinflusst unbewusst dein Songwriting." Auch die Texte der Band sind sehr düster und pessimistisch gehalten. - "Die Lyrics spieglen einen normalen Tag, wie ihn ein normaler Mensch täglich erlebt wieder. Es sind Whiplashers Gedanken über die Welt. Er ist sehr skeptisch gegenüber fast allem. Er greift sich viele Sachen, die er an der Gesellschaft hasst auf und verarbeitet sie in seinen Lyrics und versucht zu hinterfragen, was mit dieser Welt nicht stimmt. Das ist der rote Faden. Einige der Lyrics auf dem Album, sind mehr in seinenm alten Death Metal Stil geschrieben. Bei manchen Songs, die später geschrieben wurden, hat sich auch sein Stil weiterentwickelt. Er hat sich während des gesamten Albums weiterentwickelt. Die ersten Songs, die wir geschrieben haben, waren "The Revolution Exodus" und "Genocide". Und wenn man diese Lyrics liest, kann man sehen, dass sie eher in einem Stil geschrieben wurden, wie man ihn bei Death Metal oder Black Metal Bands finden kann. In Songs wie "Damn Me" oder "Synthetic Generation" kann man seinen neuen Stil hören.Wenn man alle Texte Texte liest, kann man einen permanenten Fortschritt in der Art wie er schreibt feststellen, der sich über das ganze Album hinweg erstreckt!." Der Songwriting Prozess bei Deathstars gestaltet sich um einiges aufwändiger als es noch bei Swordmaster der Fall war. - "Für dieses Album habe ich fast alle Songs zu Hause mit meinem Keyboard und meiner Gitarre geschrieben. Drums und Effekte habe ich zuerst mal auf dem Keyboard programmiert. Whiplasher kommt dann zu mir, hört sich die rohen Songs an und versucht das Feeling des Songs zu erfassen. Er lässt sich dann was einfallen, wovon dieser Song hanlden könnte und schreibt Lyrics dafür, die das gleiche Feeling wie die Musik haben, Wir passen dann gemeinsam die Lyrics dem Song weiter an und ändern unter Umständen manche Wörter. Normalerweise mache ich die Musik vorher und dann kommen die Lyrics dazu, aber manchmal ändern wir auch Stellen im Song, um sie den Texten anzupassen. Es ist ein ziemlich langer Prozess, weil wir ziemlich viele Worte ausprobieren, damit es funktioniert. Bei Swordmaster schrieb ich einen Song und gab ihn an Whiplasher und er machte die Texte dazu und das war es dann. Bei den Deathstars ist das nicht mehr so. Wir investieren viel mehr Zeit und Energie, damit es richtig funktioniert. Ich habe das Album auch produziert." Die Tatsache, dass er immer wieder auf seinen Burder Jon angesprochen wird, stört ihn mittlerweile nicht mehr. - "Mir macht es nichts aus auf ihn angesprochen oder mit ihm verglichen zu werden. Es war um einiges schlimmer damals bei Swordmaster. Ich bin ein Jahr jünger als er. Und früher waren es immer eine ganze Menge Fragen über ihn. Jetzt kommen fast keine Fragen mehr. Viele Leute wissen gar nicht , dass er mein Bruder ist. Der ganze Underground weiss es, die gesamte Metal Szene, aber die Leute beim Fernsehen oder im Radio wissen natürlich nichts darüber. Sie sehen uns einfach als Band an. Ich war es eine Zeit lang wirklich leid mit Dissection verglichen zu werden. Die Leute haben mir die ganze Zeit Fragen über Jon gestellt, vor allem als wir mit Swordmaster angefangen hatten. Insbesondere während der ersten 2. Alben. Ich war wirklich gelangweilt und genervt von all den Leuten. Wenn sie was über ihn wissen wollen, sollen sie ihn doch selber fragen. Aber da bin ich drüber hinweg gekommen und mir ist es inzwischen egal. Deathstars werden als eine eigenständige Band angesehen und nicht als "die-Band-vom-kleinen-Bruder-von-Jon-von-Dissection" .

 
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